Atmen ist Leben // 3 einfache Atemübungen

von Elvira Häusler, Yogalehrerin bei POP UP YOGA und Co-Inhaberin des Blogs The Yoga Affair

Atemübungen für mehr Energie und bessere Konzentration

Hast du dir schon einmal vor Augen geführt, dass dein Leben endet, sobald du aufhörst, zu atmen? Aus dieser sehr drastischen Perspektive sind wir stets einen Atemzug vom Tod entfernt. Und so gesehen bedeutet atmen Leben.

Dennoch erachten wir den Atem als das Selbstverständlichste der Welt.

Ohne es bewusst wahrzunehmen, kommen wir in unserer schnelllebigen Zeit ganz schön oft „außer Atem“. Wir atmen „flach“ – in den oberen Teil unserer Lunge. Ist die Atmung über einen langen Zeitraum flach, beeinflusst das unseren Körper von Kopf bis Fuß. Wir schlafen schlechter, können uns nicht so gut konzentrieren und haben wenig Energie.

Dabei ist es genau unser Atem, der uns in aufregenden Zeiten hilft, uns zu beruhigen und runterzukommen.

Valerie hat in ihrem Text „Mein Momentum Freiheit“ so wunderschön beschrieben, was Atem mit dir machen kann.

Jeden Tag atmest du 14.000 mal ein und aus. Das ist eine beachtliche Zahl. Außerdem ist es dein Atem, der die Brücke zwischen deinem Geist und deinem Körper schlägt.

Ab und an bewusster auf deine Atmung zu achten und kleine Atemübungen in deinen Alltag zu integrieren, kann überraschende Auswirkungen auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden haben.

Hier habe ich drei einfache Übungen zusammengefasst, die du zu jeder Uhrzeit und überall machen kannst:

Atemübung N°1: Zählen der Atemzüge

Eine sehr einfache und effektive Atemübung. Sitze in einer angenehmen Position, auf einem Kissen oder Stuhl, sodass deine Wirbelsäule aufrecht ist. Zähle mit der Atmung „eins“, mit der Ausatmung „zwei“, mit der nächsten Einatmung „drei“, und so weiter bis du bei „zehn“ angekommen bist. Dann zähle von 10 bis 1 zurück. Wenn du dich verzählst oder du von deinen Gedanken abgelenkt wirst, beginne ganz einfach von vorne.

Atemübung N°2: Aktives Musik hören

Wähle Musik, die auf dich entspannend und beruhigend wirkt. Stelle das Lied auf „wiederholen“. Sitze oder liege in einer entspannten Haltung. Beginne zur Musik zu atmen. Ruhige, tiefe, gleichmäßige Atemzüge. Lenke deine Aufmerksamkeit auf die Bewegung in deinem Oberkörper, die von deiner Atmung ausgelöst werden. Spüre wie sich dein Körper nach und nach entspannt und löst. Ich höre gerne Jamie Woon, zum Beispiel Waterflow.

Atemübung N°3: Bewusstes Öffnen einer Türe

Wann immer du eine Türklinke berührst, um die Türe zu öffnen (und keiner direkt hinter dir steht und wartet), nimm ganz gewusst drei tiefe Atemzüge, bevor du die Türe öffnest und den Raum betrittst. Ganz besonders gut ist diese Übung vor einem wichtigen Meeting oder Gespräch.

Wenn du merkst, dass dir diese Übungen gut tun, möchtest du vielleicht einen Schritt weitergehen und beginnen, einfache Meditationstechniken zu üben. Dabei kann dir auch Headspace helfen.

Tief durchatmen!

Autor: Elvira Häusler, Yogalehrerin bei POP UP YOGA und Bloggerin

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