Meet Yoga Teacher & Founder POP UP YOGA

Deddou Burkhard

Wann hast du entschieden, dass du Yogalehrerin werden möchtest?
Hahah.. Ja, dies war tatsächlich kein Entscheid von heute auf Morgen. Ich hatte schon immer den Wunsch Menschen um mich herum zu mehr Wohlbefinden und Zufriedenheit zu führen. Wie ich dies verwirklichen wollte, war mir lange nicht bewusst. Selbst nach dem ich in New York mein erstes Yoga Teacher Training absolviert hatte, war ich mir noch nicht sicher, ob ich jemals selbst unterrichten werde oder einfach das Gelernte in mein eigenes Leben integriere. Zurück in der Schweiz kam dann der Stein doch ins Rollen und irgendwann stand ich plötzlich vor ganz vielen Yogi-Augen und war am unterrichten.

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Wie kam es zu der Idee POP UP YOGA zu gründen?
Ich wollte von Anfang an Menschen inspirieren aus dem monotonen Alltag auszubrechen und voller Energie ins Leben einzutauchen. Deshalb war es mir ein Anliegen die Philosophie des Yogas hinaus aus dem Studio, hinein ins tägliche Leben zu bringen. Mit POP UP YOGA kann ich genau das erreichen und wir rollen unsere Matten mal auf einer Dachterrasse, in einer Kunstgalerie, in einem Club oder in einem Garten aus.

Was löst Yoga in dir aus, warum ist es dir so wichtig?
Yoga ist für mich eine Lebenseinstellung und gibt mir verschiedene Werkzeuge, um besser auf meinen Körper zu hören, meine reaktiven Verhaltensmuster zu erkennen und bewusst mit meinen Mitmenschen und Umfeld umzugehen. Es regt mich immer wieder an über mich und das Leben nachzudenken. Ganz konkret ist es mein ständiger Begleiter und Lehrer im Alltag, und seit einiger Zeit Beruf, Hobby und Leidenschaft.

Warum würdest du jemandem empfehlen selber Yoga auszuprobieren?
Yoga MUSS man selbst ausprobieren. Man kann nicht nur darüber lesen, man muss es erfahren. Danach kann man sich ein Bild darüber machen. Ich empfehle es allen, die mehr als nur eine Sportaktivität suchen. Denn Yoga gibt Denkanstösse, löst Stress, erdet, zeigt Grenzen auf, bringt Erfolgserlebnisse und hält Körper und Geist fit und jung.

Wie definiert sich für dich Gesundheit? Ernährst du dich speziell?
Gesundheit bedeutet, dass ich mich in meiner eigenen Haut wohl fühle und Energie und Ausdauer für den Tag habe. Gesundheit bedeutet Bewegungsfreiheit und eine funkelnde Ausstrahlung J Ich ernähre mich bewusst, versuche auf meinen Körper zu hören und mich ausgeglichen und vielseitig zu ernähren. Seit bald 5 Jahren ernähre ich mich vegetarisch und zur Zeit auch glutenfrei. Dies ist zwar nicht immer einfach, schenkt mir jedoch viel Energie und ein angenehmes Bauchgefühl.


Warum ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Begriff für dich?
Weil ich versuche bewusst zu leben und zu handeln. Es ist mir wichtig, mir Gedanken über die Konsequenzen meiner Handlungen zu machen und ich möchte dabei so wenig „Leid“ wie möglich verursachen. Nachhaltig bedeutet auch nicht gleich jedem Trend blind nachzueifern, sondern authentisch zu leben und zu konsumieren. Nachhaltig versuche ich insbesondere in meinem Alltag zu handeln, indem ich meinen Konsum etwas einschränke, auf Verpackungen, Herkunftsland, bio-labels und Jahreszeiten achte. Ich bin nicht perfekt und 100% konsequent, denn ja, ich fliege auch sehr gerne mal mit einem Langstreckenflug in den Süden. Trotzdem versuche ich bewusst zu leben und zu entscheiden.

Wer inspiriert dich? Wo schöpfst du deine Kraft?
Menschen um mich herum inspirieren mich: ihre Bewegungen, ihre Art und Weise sich auszudrücken, ihre Gestiken, ihre Denkensweisen und insbesondere ihre Geschichten. Auch Musik, Bilder und Filme inspirieren mich jeden Tag aufs Neue. In meiner Yogapraxis mag ich es zu Beginn die Augen zu schliessen, meine Atmung zu vertiefen und mich dann aus dieser Ruhe heraus zu bewegen. So entstehen die kreativsten Yogalektionen und Ideen. Je ruhiger mein Umfeld und somit auch meine Gedanken werden, desto kreativer werde ich. In der Ruhe, der Natur schöpfe ich auch Kraft.

Zum Teil gehe ich alleine in ein Yoga- Retreat in den Hügeln vom südlichen Portugal oder in ein kleines Chalet in der Nähe von Luzern, geniesse ein paar Tage in der Natur in kompletter Ruhe, mit Yoga, gutem Essen und einem guten Buch.

Worauf freust Du Dich im Sommer?
Ich freue mich enorm darauf ab Juni wieder draussen Yoga auf der Dachterrasse unter freiem Himmel zu unterrichten. Es ist ein unglaubliches Gefühl bei Sonnenuntergang mit Vogelgezwitscher im Hintergrund eine Yogalektion zu leiten. Man sieht die Verwandlung in den Gesichtern der Teilnehmer. Es ist ein ganz spezielles Erlebnis und am Ende der Lektion strahlen ganz viele Gesichter zu den letzten Sonnenstrahlen des Tages.

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