Manipura Chakra

von Madlen Gfeller, Teilnehmerin am 250h Vinyasa Flow Yoga Teacher Training 2017

Um das System der Chakras besser zu verstehen müssen wir bei der Erklärung von Prana beginnen. Prana ist die Lebensenergie (analog zum chinesischen Chi) –übersetzt „konstante Bewegung“ – und findet sich in uns und um uns; zum Beispiel in der Luft und unserem Atem, der Nahrung die wir aufnehmen aber auch in der Natur, dem Licht und vielem mehr. Je mehr Prana wir in uns haben, desto besser fühlen wir uns insgesamt.

Um das Prana in unserem Körper zu verteilen besitzen wir ein Netzwerk aus tausenden Energieleitbahnen – genannt Nadis. Die drei wichtigsten sind Ida (startet und endet auf der linken Körperseite), Pingala (rechts) und Sushumna (in unserer Mitte, entlang der Wirbelsäule). Ida und Pingala verlaufen schlangenförmig entlang der Wirbelsäule vom Steissbein bis zur Nase, wobei sie sich mehrmals in der Mitte (Sushumna) kreuzen.

An diesen Kreuzungspunkten der drei Nadis entstehen Energiezentren welche wir Chakras nennen. Diese befinden sich entlang unserer Wirbelsäule, beginnend mit dem Wurzel-Chakra auf der Höhe des Steissbeins bis hin zum sechsten Kreuzungspunkt im Zentrum unseres Schädels oder auch hinter dem „dritten Auge“. Das siebte Chakra, genannt Kronen-Chakra, können wir uns direkt oberhalb unseres Kopfes vorstellen. Jedes dieser Chakras korrespondiert zu bestimmten Körperteilen, Organen, Sinnen und Charaktereigenschaften.

Das Manipura Chakra – auch genannt Nabel-Chakra – ist das dritte Energiezentrum und befindet sich oberhalb unseres Bachnabels, in der Region des Solarplexus. Physisch gehören dazu die Verdauungsorgane Magen, Dünndarm, Leber, Milz, Nieren, Galle, Bauchspeicheldrüse, sowie Solarplexus und Zwerchfell.

Manipura bedeutet „strahlender Juwel“. Es überrascht daher nicht, dass dieses Chakra mit der Sonne und dem Feuer verglichen und ihm die Farbe Gelb zugeordnet wird. Das Nabel-Chakra ist unser persönliches Machtzentrum, wo ein „Ego“ entsteht. In engem Zusammenhang damit stehen auch unsere Selbstachtung und Selbstbewusstsein, Energie, Veränderung und unser „Bauchgefühl“.

Ziel ist es, dass alle sieben Chakras im Gleichgewicht sind. Wer ein ausgeglichenes Nabel-Chakra besitzt achtet sich selbst, ist mutig, verfügt über ein gesundes Ego und ist aktiv, was einen Ziele erreichen und erfolgreich sein lässt. Ein Ungleichgewicht hingegen kann sich ausdrücken durch Wutausbrüche, Ängstlichkeit, Habgier, schlechten Charakter, Dominanz und Aggressivität, sowie fehlendes Selbstbewusstsein und Unsicherheit.

Im Yoga können wir unser 3. Chakra durch spezifische Asanas stärken und aktivieren. Insbesondere Übungen, die uns ins Schwitzen bringen und unsere Bauchmuskeln beanspruchen, sind super. Beispiele: Navasana (Boot-Pose) Plank , Utkatasana (Chair-Pose) oder Twists.

Monatsthema im Juni bei POP UP YOGA:

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