Unser Herz Chakra

Essay by Debora Menet, POP UP YOGA Teacher

Das Anahata Chakra ist das vierte Chakra der sieben Chakren und befindet sich auf Herzhöhe in der Mitte des Brustkorbes. Es bildet die Brücke zwischen den drei unteren und oberen Chakren und damit auch die Brücke zwischen den weltlichen und spirituellen Ebenen, zwischen Mensch und Seele.

Anahata bedeutet „Innen“, weil es das mittlere, also das innerste der sieben Chakras ist. Das Element des Anahata-Chakras ist Luft. Diese Symbolik zeigt sich besonders deutlich im Atem – als Verbindungsstrom zwischen uns und allem was uns umgibt, in dem die Luft, die uns umgibt, in uns eindringt und als unser Lebensatem wiederum die Welt berührt.

Der Sanskrit-Name Anahata bedeutet „unverletzt, unbeschädigt“. Im übertragenen Sinn bedeutet das, dass der Mensch tief im Herzen stets unverletzt bleibt. „Das Herzchakra öffnet den Zugang zu einer Liebe, die jenseits von Freude, Leid, Schmerz und Verletzung ist – eine Liebe, die alle Wesen und Erscheinungen bedingungslos liebt, und einen Raum öffnet, in dem wir alles fühlen können, was immer es auch ist. Diese Liebe ist so stark, das keine Dunkelheit und kein Schmerz sie beschädigen kann“ beschreibt David Rotter, Autor und Coach.

Die Bedeutung und Aufgabe von Anahata Chakra

Das Herzchakra entwickelt unsere Fähigkeit zu bedingungsloser Liebe und Hingabe und verarbeitet die Erfahrungen der Liebe und der feinen Gefühle und Empfindungen, die mit ihr zusammenhängen. Zu diesen Gefühlen gehören Liebe, Mitgefühl, Hingabe, Trauer, Schmerz und Dankbarkeit.

Das Herzchakra ist auch das Chakra der Beziehungen wirklicher Liebe. Während es im Sakralchakra um einfacher gestrickte emotionale Beziehungen geht, öffnet sich mit dem Herzchakra die komplexe Welt der bedingungslosen Liebe.

Ist das Herzchakra geöffnet, ist man befähigt bedingungslos zu leben und lieben. Man folgt den Empfindungen und Gefühlen und lässt sich von ihnen leiten. Dieses Gefühl betrifft nicht nur die Liebe zu sich selbst, sondern auch zu allen anderen Lebewesen. Diese Liebe ist deshalb bedingungslos, weil sie auf wahren Gefühlen beruht und keine Erwartungen an das Gegenüber stellt.

Die Voraussetzung für ein geöffnetes Herzchakra ist die Fähigkeit loszulassen und nicht an emotionalem Schmerz aus der Vergangenheit festzuhalten. Caroline Myss beschreibt das in ihrem Buch „Chakren – Die sieben Zentren von Kraft und Heilung“ mit den folgenden Zeilen: „Um unseren inneren Frieden zu finden, müssen wir die heilende Energie der Vergebung begrüssen und unser unbedeutendes Bedürfnis nach menschlicher, selbstbestimmter Gerechtigkeit loslassen“.

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Dies stellt uns vor die schwierige Aufgabe, uns unseren Ängsten vor Herzschmerz, Trauer und Verletzung zu stellen und diese loszulassen, um nicht in den Wunden unserer Vergangenheit zu verharren und uns in ein lebenslanges Verarbeiten der damit verbundenen Ereignisse zu flüchten.

Sind wir nicht in der Lage, unser Herzchakra zu öffne, entsteht eine Energiedisbalance, welche sich in Eifersucht, Zorn, Bitterkeit und der Unfähigkeit zu vergeben äussert.

Erst wenn unser Herzchakra geöffnet ist, sind wir in der Lage, an den oberen drei Chakren, den spirituellen Energiezentren zu arbeiten.

 Die regelmässige Yogapraxis ermöglicht uns, die Energien in unseren Chakren auszugleichen. Typische Yoga-Asanas für das Anahata-Chakra sind Rückbeugen, auch Herzöffner genannt. Sie schaffen mehr Raum für die Atmung, aktivieren die Lunge und die öffnende Position des Brustkorbs führt dazu, dass unser Körper weniger Stress-Hormone (Cortisol) ausschüttet und wir eine positivere Haltung einnehmen, körperlich wie auch im Geist.

Essay geschrieben von Debora Menet:

Debora unterrichtet jeden Donnerstag Abend um 19.30 Uhr im Hotel Lady's First. Hier kannst du dich für Deboras Lektion anmelden.

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