Yoga? Geht immer!

Einmal wieder so richtig glücklich sein! Das ist es doch, was eigentlich jeder anstrebt. «Mit Yoga geht das!», sagt Deddou Burkhard, Leiterin von POP UP YOGA in Zürich.

Screen Shot 2018-09-04 at 18.24.01.png

Dem Begriff Yoga werden heutzutage die verschiedensten Bedeutungen zugeordnet. Leider geht dabei oft die wahre Essenz der uralten Lehre aus Indien verloren. Der erste Google-Vorschlag zeigt perfekt gestylte, durchtrainierte Instagram-Models, die in engen Hosen vor einem Sonnenuntergang posieren.

Solche Darstellungen tragen dazu bei, dass die meisten Menschen sich nicht getrauen, den ersten Schritt in die Welt des Yogas zu wagen. Stattdessen zweifeln sie: Ist mein Körper fit und beweglich genug? Oder: In diese Pose komme ich doch niemals! Dabei ist Yoga etwas, das ausnahmslos alle praktizieren können.

«Schaut euch doch nur mal die Yoga-Gurus in Indien an», erklärt Deddou Burkhard (34) mit einem Grinsen im Gesicht. «Die haben alle auch keinen perfekten Körper. Da sieht man am besten, dass der physische Teil wohl nicht alles sein kann.» Hinter Yoga steht eine ganze Lebensphilosophie.

Was heute bei uns als Yoga bekannt ist, ist nur ein Bruchteil dessen, was diese über Jahrtausende alte Tradition wirklich beinhaltet. Yoga, wie es im Westen praktiziert wird, besteht aus acht Gliedern. Die Asanas (Yoga­posen) sind das mit Abstand bekannteste.

Es sind bereits kleine Dinge im Leben, die man tun kann, um Yoga zu praktizieren. Zum Beispiel bewusst und tief atmen. «So lässt sich Yoga auch ganz einfach in den Alltag integrieren und setzt keine bestimmten körperlichen Fähigkeiten voraus», sagt Deddou Burkhard. «Yoga ist also wirklich für jeden möglich.»

Das höchste Ziel im Yoga ist die Erleuchtung. Das mag vielleicht ziemlich esoterisch klingen, jedoch ist dabei nichts anderes gemeint, als wieder die innere Ruhe zu finden, Zufriedenheit, Glück. Eine alte Yoga-Weisheit besagt, dass wir tief in unserem Inneren eigentlich zufrieden wären. Erst die vielen Einflüsse, die in unserem Alltag auf uns einwirken, vermindern unsere Grundzufriedenheit. Über all die Jahre hinweg sammeln wir Erfahrungen und werden geprägt. Wir etablieren bestimmte Denkweisen und nehmen Verhaltensmuster an. Traumatisierende Ereignisse, Trauer und Schmerz formen uns. Aber auch alltägliche Faktoren wie Beziehungsprobleme, Stress, eine unangenehme Begegnung oder sogar das Wetter beeinflussen unser Zufriedenheitsempfinden.

Zufriedenheit entsteht von innen

Den meisten Menschen ist indes nicht bewusst, dass Zufriedenheit von innen heraus entsteht. Stattdessen konzentrieren sie sich auf äussere, oft nur materielle Faktoren, die sie glücklich machen sollen: Wenn ich endlich eine neue Wohnung habe, dann wird mein Leben besser. Oder: Ich kann den Tag erst richtig geniessen, wenn ich einen anderen Job gefunden habe.

Natürlich können solche Faktoren unser Dasein verschönern, für wahres Glück aber braucht es mehr. Gewichten wir sie zu stark, machen wir uns selbst abhängig von ihnen und werden nie vollkommen glücklich und zufrieden sein. Stattdessen begeben wir uns in eine Spirale, die immer weiterdreht, uns aber nicht glücklich macht. Haben wir endlich den Traumjob, brauchen wir auch noch das Traum­auto und natürlich – ja, in dieser Reihenfolge! – den vermeintlichen Traumpartner. Da wir nun als Traumpaar mehr Platz brauchen, sind wir mit der ganz normalen Zweizimmerwohnung auch nicht mehr zufrieden. Nein, nun muss es eine zweistöckige Dachwohnung sein. In diesem Stil geht es bei vielen weiter. Aber wunschlos glücklich werden sie damit trotzdem nicht.

«Wir müssen unbedingt wieder lernen, den Urzustand der Zufriedenheit und Glückseligkeit in uns zu entdecken, indem wir in uns hineinhören», erklärt die Expertin. «Das geht über Yoga.» Wie genau, zeigt uns Deddou Burkhard ab sofort im «Yogi-Tipp der Woche» auf der Homepage und auf der Facebook-Seite der Coopzeitung.

TEXT - Sara Lo Frano 
Originaltext und Artikel - HIER 

Comment